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Bad Doberan und Heiligendamm -
Besuch mit gemischten Gefühlen!
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Die Hauptstrasse von Kühlungsborn führt direkt auf das Wasser zu.

Bad Doberan ist schon seit 1921 ein "Bad". Der Ort hat recht hübsche Ecken und bietet seinen fast 12.000 Einwohnern eine gute Versorgung. Es gibt viele Geschäfte im Zentrum und mindestens ein bekannter Lebensmittel-Discounter hat sogar in der dunklen Jahreszeit am Sonntag bis abends geöffnet!

Auch sonst zeigt sich die Stadt recht freundlich und die Nähe einerseits zu Rostock, andererseits zur Ostsee und zum Seebad Kühlungsborn ist ein weiteres Argument für Urlaub in Bad Doberan.

Die Bäderbahn Molli fährt zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan

Eine der bekanntesten Attraktionen von Bad Doberan ist der "Molli", eine Schmalspurbahn (ähnlich dem "Rasenden Roland" auf Rügen), die die Stadt Bad Doberan mit Heiligendamm und Kühlungsborn verbindet. Unbedingt empfehlenswert! Mehr dazu hier

Heiligendamm - ein Seebad sogar! - ist so ziemlich die grösste Enttäuschung an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Es ist dem Autor völlig schleierhaft, wie man den "G-8-Gipfel"-Politikern 2007 zumuten konnte, an diesem traurigen Ort zu tagen. Aber die waren ja wohl auch "eingesperrt" in dem grossen (und zweifellos auch schönen!) Hotel und haben vom traurigen Rest vielleicht nicht so recht was mitbekommen.

Heiligendamm wurde schon vor über 200 Jahren für den Badebetrieb entdeckt - es war das erste deutsche Seebad. Europäischer Hochadel und viele bürgerliche prominente Gäste verbrachten erholsdame Tage in dem exklusiven Badeort - bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Die DDR machte aus Heiligendamm einen Sanatoriums-Standort. Nach der Wende (und irgendwie wohl auch heute noch . . . ) galt Heiligendamm als hochspekulatives Filetstück. Erst 1996 fand es den Eigentümer, der daraus im Sommer 2003 das z.Zt. dort bestehende Kempinski-Grand-Hotel eröffnete.


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Über das Hotel wollen und können wir hier nicht schreiben. Aber für den Normalverbraucher ist der Ort Heiligendamm ja vielleicht ein Reiseziel. Und da wird man wirklich grenzenlos enttäuscht: Verfallene Ruinen - z.T. und sogar vor allem in hervorragender Lage - bestimmen das Ortsbild 20 Jahre nach der Wende!

Es gibt ein ordentliches Restaurant im Osten des Ortes, gleich am Strand - und es gibt die Hoffnung, dass Heiligendamm eines Tages doch wieder zu einem empfehlenswerten Seebad wird. Derzeit ist es das zweifellos nicht!

Drei weitere Sehenswürdigkeiten müssen auf jeden Fall Erwähnung finden:

Münster in Bad Doberan

Im Doberaner Münster, der "Perle der norddeutschen Backsteingotik", können Sie von Juni bis September jeden Freitag ein Konzert erleben. Das Münster war früher die Klosterkirche des ehemaligen Zisterzienserklosters.

Zwischen Bad Doberan und Heiligendamm, etwa auf der Hälfte der Strecke, liegt Deutschlands (nach anderen Quellen gar Europas) älteste Pferderennbahn, die Ostsee-Rennbahn.

Literaturbegeisterte Besucher werden sich vielleicht eher das Ehm-Welk-Haus in der Dammchaussee 23 ansehen: In diesem schlichten Klinkerbau verbrachte der bekannte Schriftsteller ("Die Heiden von Kummerow", "Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer", "Der Nachtmann" u.a.) ab 1950 seine letzen 16 Lebensjahre. Ehm Welk (eigentlich Emil Welk) war übrigens der Gründer der Volkshochschulen in der DDR.

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