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Natur- und Nationalparks
in Mecklenburg-Vorpommern
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Naturschutzgebiet - Nationalpark - Biosphärenreservat - Naturpark
Was ist eigentlich was?

Diese vier verschiedenen Arten von Schutzgebieten unterscheiden sich voneinander vor allem durch den Umfang, in dem eine Nutzung durch die dort lebenden Menschen möglich sein soll. Den strengsten Schutz geniesst das Naturschutzgebiet; es ist deshalb auch ziemlich kleinräumig.

Das Bundesnaturschutzgesetz legt dazu die Rahmenbedingungen fest, die durch Landesgesetzgebung noch präzisiert werden können.
Das Bundesnaturschutzgesetz regelt das in den §§ 20ff. Zunächst heisst es dort in den "Allgemeinen Grundsätzen" (§ 20):

(2) Teile von Natur und Landschaft können geschützt werden

1. nach Maßgabe des § 23 als Naturschutzgebiet,
2. nach Maßgabe des § 24 als Nationalpark oder als Nationales Naturmonument,
3. als Biosphärenreservat,
4. nach Maßgabe des § 26 als Landschaftsschutzgebiet,
5. als Naturpark,
6. als Naturdenkmal oder
7. als geschützter Landschaftsbestandteil.

Naturschutzgebiete geniessen den strengsten Schutz; sie können der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden und sind schon alleine deshalb i.d.R. kleinräumig.

Das Bundesnaturschutzgesetz legt dazu § 23 fest:

(1) Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist

1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,
2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
3. wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit.

(2) Alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebiets oder seiner Bestandteile oder zu einer nachhaltigen Störung führen können, sind nach Maßgabe näherer Bestimmungen verboten. Soweit es der Schutzzweck erlaubt, können Naturschutzgebiete der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.


Nationalparks (Der Plural von Nationalpark ist sowohl Nationalparks als auch Nationalparke) gibt es in Mecklenburg-Vorpommern drei (Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, Nationalpark Jasmund und Nationalpark Mueritz); in ganz Deutschland sind es 14.

Die drei deutschen Nationalparks, die den Schutz der weltweit einmaligen Wattenlandschaft regeln (Schleswig-Holsteinischen, Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer) bilden flächenmässig den grössten Teil der deutschen Nationalparks, der Nationalpark Bayrischer Wald ist der älteste und insofern vielleicht der bekannteste und der Nationalpark Jasmund ist der kleinste, der aber besonders gute Besucherzahlen aufzuweisen hat.

Nationalparks sind wesentlich grossräumiger als Naturschutzgebiete; der Mensch soll aus diesen Gebieten weitgehend ferngehalten werden. auch eine touristische Nutzung wird eingeschränkt - man darf diese Gebiete i.d.R. nur auf ausgewiesenen Wegen betreten.

Der Gesetzgeber hat dazu in § 24 festgelegt:

(1) Nationalparke sind rechtsverbindlich festgesetzte einheitlich zu schützende Gebiete, die

1. großräumig, weitgehend unzerschnitten und von besonderer Eigenart sind,
2. in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets die Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets erfüllen und
3. sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder geeignet sind, sich in einen Zustand zu entwickeln oder in einen Zustand entwickelt zu werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet.

(2) Nationalparke haben zum Ziel, in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten. Soweit es der Schutzzweck erlaubt, sollen Nationalparke auch der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung, der naturkundlichen Bildung und dem Naturerlebnis der Bevölkerung dienen.

(3) Nationalparke sind unter Berücksichtigung ihres besonderen Schutzzwecks sowie der durch die Großräumigkeit und Besiedlung gebotenen Ausnahmen wie Naturschutzgebiete zu schützen.


Biosphärenreservate gibt es in Mecklenburg-Vorpommern zwei: "Südost-Rügen" und "Schaalsee". Hier wird nicht ausschliesslich die Natur geschützt, sondern der Schutz gilt der gesamten gewachsenen Kulturlandschaft, also dem gesamten Lebensraum, eben der Biosphäre.

Der Schutz der Menschen und ihrer historisch gewachsenen kulturellen Errungenschaften (z.B. alte Formen der land- oder fischereiwirtschaftlichen Nutzung) ist hier ausdrücklich einbezogen; die Menschen werden als Bestandteil der Biosphäre begriffen. Es soll ein natürliches Miteinander von Mensch und Natur dokumentiert, erforscht und weiterentwickelt werden.

Der Status von Biosphärenreservaten wird im § 25 Bundesnaturschutzgesetz geregelt:

(1) Biosphärenreservate sind einheitlich zu schützende und zu entwickelnde Gebiete, die

1. großräumig und für bestimmte Landschaftstypen charakteristisch sind,
2. in wesentlichen Teilen ihres Gebiets die Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets, im Übrigen überwiegend eines Landschaftsschutzgebiets erfüllen,
3. vornehmlich der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch hergebrachte vielfältige Nutzung geprägten Landschaft und der darin historisch gewachsenen Arten- und Biotopvielfalt, einschließlich Wild- und früherer Kulturformen wirtschaftlich genutzter oder nutzbarer Tier- und Pflanzenarten, dienen und
4. beispielhaft der Entwicklung und Erprobung von die Naturgüter besonders schonenden Wirtschaftsweisen dienen.

(2) Biosphärenreservate dienen, soweit es der Schutzzweck erlaubt, auch der Forschung und der Beobachtung von Natur und Landschaft sowie der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

(3) Biosphärenreservate sind unter Berücksichtigung der durch die Großräumigkeit und Besiedlung gebotenen Ausnahmen über Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszonen zu entwickeln und wie Naturschutzgebiete oder Landschaftsschutzgebiete zu schützen.

(4) Biosphärenreservate können auch als Biosphärengebiete oder Biosphärenregionen bezeichnet werden.


Naturparks sind einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende, großräumige Gebiete, die auf dem überwiegenden Teil ihrer Fläche Landschafts- oder Naturschutzgebiete sind, eine große Arten- und Biotop-Vielfalt aufweisen sowie eine durch vielfältige Nutzungen geprägte Landschaft. Die zugrunde liegende Idee ist ein Schutz durch Nutzung.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es sieben, in ganz Deutschland mehr als 100 Naturparks. Insgesamt nehmen sie in Deutschland etwa ein Viertel der gesamten Landfläche ein!

Das Bundesnaturschutzgesetz legt dazu § 27 fest:

(1) Naturparke sind einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende Gebiete, die

1. großräumig sind,
2. überwiegend Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete sind,
3. sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignen und in denen ein nachhaltiger Tourismus angestrebt wird,
4. nach den Erfordernissen der Raumordnung für Erholung vorgesehen sind,
5. der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch vielfältige Nutzung geprägten Landschaft und ihrer Arten- und Biotopvielfalt dienen und in denen zu diesem Zweck eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt wird und
6. besonders dazu geeignet sind, eine nachhaltige Regionalentwicklung zu fördern.

Der Status von Landschaftsschutzgebieten ist in § 26 Bundesnaturschutzgesetz geregelt:

(1) Landschaftsschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft erforderlich ist

1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, einschließlich des Schutzes von Lebensstätten und Lebensräumen bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,
2. wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder
3. wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung.


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